Technik

Das Aquantic wurde 1998 eröffnet. In der Planungsphase wurde schon viel über Energieeinsparung nachgedacht und später auch umgesetzt.  So wurden damals Lüftungen verbaut, die ein Kreuzstromverfahren haben. Das bedeutet, dass die ankommende Außenluft mit der Fortluft, die warm aus dem Gebäude kommt, erwärmt wird.

Im Heizungsbereich wurden zwei Erdgas-Blockheizkraftwerke eingebaut. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist ein Motor, der einen Generator antreibt. Der Motor produziert Abwärme, die dem Heizsystem zugeführt wird, und der Generator produziert Strom, der im Haus verbraucht wird. Der entstehende Überschuss an Strom wird an HarzEnergie verkauft.

Der Heizungskessel wurde mit der neuesten Brennwerttechnik ausgerüstet. Dieser Kessel hat eine Leistung von 1200 KW. Ein Einfamilienhaus hat einen Kessel mit einer Leistung von ca. 15 KW. Also könnten wir ca. 80 Einfamilienhäuser damit versorgen.

Das Duschwasser wird aufgefangen, da es noch eine Restwärme hat. Wärmetauscher entziehen dem Wasser die Wärme, und so sparen wir in anderen Bereichen diese Energie ein.

Dies sind einige Bereiche, die 1998 mit bedacht worden sind. Aber die Zeit bleibt ja nicht stehen, und so ging auch die Entwicklung neuer Technologien und Energieeinsparrungen im Aquantic weiter.

 
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2004 haben wir ein weiteres Projekt angefangen, die Eigenwassergewinnung, das bedeutet, dass wir unser eigenes Wasser produzieren.

Wir stauen im Tiefen-Julius-Fortunatus-Stollen das Wasser auf und pumpen es über eine über 600 Meter lange Leitung in das Aquantic.

Im Aquantic wird das Wasser auf Trübung untersucht und dann der Trinkwasseraufbereitungsanlage zugeführt.

So können wir etwa 30.000 Liter pro Stunde aufbereiten (sind ca. 170 Badewannen). Damit wir das Wasser auch speichern können, haben wir einen Behälter unter dem Sportbecken mit ca. 140.000 Liter Fassungsvermögen.

Diese Aufbereitungsanlage arbeitet nach den schärfsten Kriterien der Trinkwasserverordnung und darüber hinaus.

Das Trinkwasser im Stadtnetz wird auch aufbereitet, doch unser Wasser wird noch extra mit Ozon desinfiziert, das wird laut Trinkwasserverordnung nicht gefordert, aber wir machen es trotzdem.
Kurz und knapp, unser Wasser ist Klasse!!!

Im täglichen Schwimmbadbetrieb wird das Wasser in den Becken nicht täglich abgelassen, sondern es wird über Filter gereinigt und gelangt so wieder in die Becken. Nach einer gewissen Zeit müssen aber auch die Filter gereinigt werden, das nennen wir Rückspülung, bei dieser Rückspülung entsteht Schlammwasser. Für dieses Schlammwasser haben wir eine Reinigungsanlage. Diese Anlage reinigt das Schlammwasser so, dass wir es in einen Bach einleiten können. Bevor wir das Schlammwasser reinigen, wird dem Wasser natürlich noch Wärme entzogen.

Das Wasser des Tiefen-Julius-Fortunatus-Stollen wird aber noch für einen weiteren Zweck genutzt. Wir beheizen damit unsere Schwimmbecken, ja Ihr habt richtig gelesen. Dieses Wasser wird von einer Wärmepumpe verarbeitet. Das Wasser geht aber nicht verloren, sondern es wird ihm nur die Wärmeenergie entzogen. Nach der Behandlung mit der Wärmepumpe ist das Wasser ca. um 4 Grad kälter und wird dann in einen Bach abgeleitet.

 

 

 

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Im Bereich Heizungstechnik wurde die Regelung überarbeitet, alte Steuerungselemente durch neue ersetzt und andere Regelverhalten in die Anlage eingepflegt.

Im Mai 2007 haben wir ein Biomasse-BHKW bekommen, da eins der beiden Gas BHKW´s abgängig war.

Das neue BHKW wurde von seiner Leistung größer bemessen, da wir mit diesem BHKW unseren Wärmebedarf abdecken. Das macht den Brennwertkessel fast überflüssig, dieser wird nur während der Wartungsarbeiten an den BHKW´s und zu Spitzenlastzeiten benötigt.

Dieses Blockheizkraftwerk wird mit Raps-, Soja- oder Palmöl betrieben. Da das Aquantic ein Kombibad ist, Freibad  und Hallenbad, wird ein Grundbedarf an Wärme ganzjährig abgenommen.

Durch das neue BHKW konnten wir auch im Saunabereich elektrische Energie sparen. Wir haben die Saunakästen mit einer Steinheizung ausgerüstet, das bedeutet, dass wir unter den Bänken Steine aufgebaut haben, die durch heißes Wasser erwärmt werden und so eine angenehme Strahlungswärme abgeben.

Jetzt müssen die Saunakästen nicht mehr so stark mit den elektrischen Öfen aufgeheizt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es hat mich gefreut, Euch einen kleinen Einblick in unseren technischen Bereich zu geben.

Nach Terminabsprache bieten wir Gruppen auch gern eine Führung an.

Für Rückfragen und Anregungen stehe ich Euch gern zur Verfügung.

Meik Erbrecht
Technischer Leiter
meik.erbrecht@aquantic.de